auto-kultur-werkstatt (akw)

Düsseldorf, K20 / Kunstpalast

Kunsttour

06.12.2025 (Sa)

Kunstsammlung NRW K20:
12.00 Führung mit Georg Herzberg

Queere Moderne. 1900 bis 1950

Museum Kunstpalast:
15.30 Führung mit Georg Herzberg

Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter

• Hinfahrt:
09:01 RE 6 ab Bielefeld, Gleis 4
11:05 an Düsseldorf Hbf
• Rückfahrt:
16:55 RE 6 ab Düsseldorf, Gleis 7
18:57 an Bielefeld Hbf
• Weitere Rückfahrten: 17:22 (RE 1, Gleis noch unbekannt, Umstieg 10 Min. in Hamm, an 19:34); 17:55 (RE 6, Gleis 7, an 19:57)

• Kosten: K20: 16/14 €, Kunstpalast 16/12 € (Gruppenticket ab 10 Personen), Führungen 10 €, Fahrtkosten (Deutschlandticket oder SchönerTagTicket NRW)

Kunstsammlung NRW K20:

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt mit „Queere Moderne. 1900 bis 1950" die erste umfassende Ausstellung in Europa, die den bedeutenden Beitrag queerer Künstler*innen zur Moderne vorstellt. Mit über 130 Werken – darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Filme, Literatur und Archivalien – von 34 internationalen Künstler*innen richtet das Ausstellungsprojekt den Fokus auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es erzählt eine alternative Geschichte der Moderne, in der queere Künstler*innen Themen wie Begehren, Gender und Sexualität sowie die Politik der Selbstdarstellung in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellten. Sie erzählt zudem Geschichten queeren Lebens in Zeiten von Krieg und Widerstand. Mit dabei sind queere Künstler*innen wie Claude Cahun, Hannah Höch, Jean Cocteau, Romaine Brooks, Marlow Moss oder Richmond Barthé.

Ein queerer Beirat hat die Ausstellung kritisch beraten und Vermittlungssituationen konzipiert.

Museum Kunstpalast Düsseldorf:

Mit der aktuellen Kunstausstellung „Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter“ holt das Museum Kunstpalast Düsseldorf über 30 Künstlerinnen zurück ins Licht der Öffentlichkeit. Die Schau gibt Einblick in rund 100 Jahre weiblichen Kunstschaffens in Düsseldorf – einer Stadt, die im 19. Jahrhundert wichtiger Anlaufpunkt für Künstlerinnen aus ganz Europa war, obwohl ihnen die Türen der Kunstakademie verschlossen waren. Sie kämpften für ihre Ausbildung, für Anerkennung und Sichtbarkeit – und verschwanden dennoch fast vollständig aus der Geschichtsschreibung. Die Ausstellung widmet sich erstmals umfassend den Lebenswegen und Werken jener Frauen, die in dieser Zeit in Düsseldorf künstlerisch tätig waren.

2021 initiierte der Kunstpalast ein Forschungsprojekt, das erstmals umfassend nach den Spuren der zwischen 1819 und 1919 in Düsseldorf tätigen Künstlerinnen suchte; jenen 100 Jahren von der Wiedergründung der Kunstakademie bis zu deren schrittweiser Öffnung für Frauen. Über 500 Namen konnten durch Recherchen in Archiven, Adressbüchern, Ausstellungskatalogen und historischen Zeitungen ermittelt werden – weit mehr als die bisher bekannten rund 200. Viele dieser Frauen nahmen Privatunterricht, studierten an der Kunstgewerbeschule oder arbeiteten selbstständig. Einige waren in internationalen Ausstellungen vertreten, erhielten Preise und Stipendien und ihre Werke wurden von wichtigen Sammlungen erworben. Dennoch sind auch sie heute weitgehend unbekannt. Der Kunstpalast – 1913 als Städtische Kunstsammlungen zu Düsseldorf gegründet – war Teil des strukturellen Ausschlusses: Vor 1933 wurden lediglich vier Gemälde von Künstlerinnen angekauft. Erst in den letzten Jahrzehnten begann ein Wandel. Unter der Direktion Felix Krämers wurden ab 2017 gezielt Arbeiten weiblicher Kunstschaffender erworben, darunter 15 Gemälde von Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts wie Emilie Preyer, Paula Monjé oder Emmy Lischke. Die Ausstellung ist ein klares Statement für Gleichberechtigung und einen kritischen Blick auf den bestehenden Kanon. Sie erzählt von mutigen Wegen, klugen Entscheidungen und von Künstlerinnen, die mit ihrer Arbeit den Boden bereitet haben für das, was heute selbstverständlich sein sollte: gleiche Chancen für alle, auch in der Kunst.