auto-kultur-werkstatt (akw)

dubbeldadamen

verschoben aufs Frühjahr

Dada-Performance

27.11.2021 (Sa), 19.00

Die Schauspielerin Veronika Nickl (Bochum) und der Schlagzeuger Mickey Neher (Wuppertal) bringen mittels Sprache, Gesang und Percussion die Texte von Kurt Schwitters, Hugo Ball, Hans Arp, u.a. sowie explizit der Dadafrauen Emmy Hennings und Baronin Elsa von Freytag-Loringhoven zum Blühen. Auf kongeniale Weise spürt das Duo den Gefühlslagen zwischen Himmel und Hölle nach und zaubert Charme und Chaos, Schmerz und Lust der Dadaist*innen auf die Bühne. Die elementare Antwort auf den Wahnsinn der Zeit.

Einführung: Brigitte Siebrasse, Journalistin (Bielefeld)

Gefördert vom Kulturamt Bielefeld

Eintritt: 10 € / 8 €

Anmeldung erbeten

Ausgelöst durch die Schlächtereien des ersten Weltkrieges, jener „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, entstand bereits 1914 die Dada-Bewegung in Europa und den USA – mit ihren bewussten künstlerischen Provokationen, ihrer berühmt-berüchtigten Antikunst, um dem Wahnsinn der Zeit künstlerisch neu zu begegnen. Es war ein subversives Spiel, angesiedelt zwischen Himmel und Hölle, das den Anspruch hat(te), die Menschen zu heilen. Auch wenn dieses hehre Ziel bekanntlich bis in unsere heutige Zeit unerreicht bleibt.

Die Schauspielerin Veronika Nickl ist seit 16 Jahren Schauspielerin im Bochumer Ensemble. Ihr musikalischer Begleiter Mickey Neher ist bekannt u.a. als Schlagzeuger und Percussionist von Wiglaf Drostes „Spardosen-Terzett“. In einer virtuosen Performance wagen es die namhaften Bochumer Akteure, diese Antikunst wieder zum Blühen zu bringen und uns zum Nachdenken anzuregen. In ihrem Gepäck sind frappierend aktuelle Dada-Textklassiker wie die von Hans Arp, Hugo Ball, Kurt Schwitters, Tristan Tzara und Emmy Hennings. Beide akw-Gäste lenken ihr Augenmerk aber auch auf die immer noch zu entdeckende grandiose Außenseiterin, die fulminante Dada-Baroness und Kunstpionierin Elsa von Freytag-Loringhoven, und dies nicht nur aus Gründen des Geschlechterausgleichs.

Gönnen Sie sich unbedingt diesen vergnüglichen, unterhaltsamen, aber auch aufklärerisch bis nachdenklich intendierten Abend, der uns gerade in Corona-Zeiten und den neuen humanen Krisen daran erinnert, dass sich ohne Schönheit, Fantasie und Kreativität nicht gut leben lässt.